St. Johannis-Krankenhaus Landstuhl

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„Optimale Betreuung gesichert"

veröffentlicht um 29.01.2009 06:08 von Melanie Müller von Klingspor   [ aktualisiert 13.10.2009 04:36 von Vitalij Lubeschanin ]

Neue Intensivstation am St.-Johannis-Krankenhaus nach einjähriger Umbauphase in Betrieb

Die neue Intensivstation am Landstuhler St.-Johannis-Krankenhaus ist in Betrieb. Nach den knapp ein Jahr dauernden Umbauarbeiten und Investitionen von insgesamt rund 5,5 Millionen Euro wurde in einer ehemaligen Pflegestation die neue Abteilung eingerichtet. Ein paar Inventarschilder an den Schränken zeugen noch vom Umzug.

„Unser Krankenhaus hat dadurch sehr viel gewonnen", ist Werner Bleser, Chefarzt der Anästhesie, überzeugt: „Unsere neue Station ist hell, freundlich und natürlich auf dem neuesten Stand der Medizintechnik." Der Neubau war nötig geworden, weil die knapp 30 Jahre alte Intensivstation an ihre Grenzen gekommen war: 2008 wurden dort 1385 Patienten betreut, im Jahr davor waren es sogar über 1400. Nun wurde die Bettenkapazität von zehn auf 14 erweitert. In sechs Doppel- und zwei Einzelzimmern sorgen modernste medizinische Geräte für eine optimale Überwachung der Patienten sowie die Möglichkeit zur Sofortdiagnostik. Patienten aller operativen Disziplinen sowie internistische Fälle können betreut werden.

Als „keine große Sache" schildert Bleser den Umzug der Patienten in die neuen Räume, der lediglich einen Vormittag in Anspruch nahm. „So ein innerklinischer Transport ist relativ problemlos, zumal die neue und die alte Station direkt nebeneinander auf einer Etage liegen." Lediglich das Operations-Programm sei, soweit möglich, reduziert worden, erläutert der Arzt die Vorbereitungen, ansonsten gehe so etwas bei genauer Planung reibungslos vonstatten und sei selbst für Patienten mit Beatmungsgerät völlig problemlos.

Als Gewinn für Patienten und deren Angehörige, aber auch für die Ärzte und das Pflegepersonal, sieht Melanie Föckler, Abteilungsleiterin der Intensiven Anästhesie, die neue Station. „Durch große Arbeitsplätze und die vielen Monitore, die uns die medizinischen Daten der Patienten übersichtlich anzeigen, ist unsere Arbeit überschaubarer geworden. Die verbesserte Technik vereinfacht viele Handlungsabläufe.' Zudem seien die neuen Räume wesentlich ruhiger als die alten, was natürlich besonders den Patienten zugute komme, so die Medizinerin.

„Das Wohl und die optimale Betreuung der Kranken stehen selbstverständlich an allererster Stelle", betont auch der Chefarzt, dem „das übliche Image der Intensivmedizin, die oft als ,kalte Medizin" bezeichnet wird", missfällt. „Natürlich sind die Maschinen unerlässlich", erklärt Bleser, „und ein Patient mit akuter Atemnot empfindet auch keine Angst vor ihnen, sondern ist dankbar, dass ihm geholfen wird."

Seine Vorstellung geht dahin, die „Maschinen dem einzelnen Patienten anzupassen, um ihm seine Schmerzen und Leiden zu nehmen". Der geeignete Rahmen hierfür sei mit der neuen Station in Landstuhl geschaffen worden. Helle, pastellfarbene Flure mit großen Glasfronten sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Die Zimmer sind groß und bieten somit auch den Angehörigen der Patienten genügend Platz. Medizinische Geräte, die nicht benötigt werden, verschwinden hinter Schiebetüren, damit man laut Bleser „nicht gleich von der Technik erschlagen wird". Eine übersichtlichere Beschilderung ist eine von den vielen Kleinigkeiten, die Besuchern den Aufenthalt auf der Station erleichtern. Die positive Resonanz von Patienten und deren Angehörigen bestätige denn auch das Konzept der Klinik, so der Chefarzt. „Unsere Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt, in mancher Hinsicht sogar übertroffen", bilanziert Bleser.
Und die nächsten Umbauten sind schon in Sicht: In der früheren Intensivstation, die nun frei ist, wird voraussichtlich bis Jahresende ein ambulanter OP-Trakt entstehen. (lc)

Erschienen am 28. Januar 2009 in DIE RHEINPFALZ, Ausgabe "Pfälzische Volkszeitung"